Ruff-n-Raw

1993 Ruff-n-Raw. Rap ohne Maske. Eine Platte. Viele Frankfurter Stimmen.

Ruff-n-Raw

Mit Kerstin Lamb gründete ich Ruff-n-Raw und Loose Ends.
Ruff-n-Raw war unsere Idee von HipHop: roh, ungeschminkt, ungeschnitten.

Die erste EP – Da X-Perience.
Asiatic Warriors, CodX, Da Germ, Positiv, Da Remedi.
Zum ersten Mal so viele Frankfurter Stimmen auf einer Platte.
Das Studio war Chaos. Zu wenig Zeit. Technik streikte.
Aber alle wollten es.

Dann plötzlich:
einer der ersten Major-HipHop-Labeldeals in Deutschland.

Dragnet / Sony Music.
Meetings. Vertrieb. Radiopromos.
Wir lernten Strukturen, während wir eigentlich nur Musik machen wollten.

Raw & Uncut HipHop zeigte, wie vielfältig Frankfurt war:
Kozak, Ebony Prince, Chima, Azad, D-Flame, Tyron Ricketts, Variety Pac und viele mehr.
Kein Kompromiss. Kein Filter.
HipHop als Lebensform.

Egos. Reibung. Konflikte – auch mit Sony.
Aber sie führte uns auf eine Bühne, die ich nie vergessen werde:
Tour mit Run DMC und Onyx.
Mit den Helden aufgewachsen – und plötzlich im Nightliner neben ihnen.
Surreal.

Drei Jahre Ruff-n-Raw.
Zwei davon mit Sony. Danach EFA Berlin.
Viel Chaos. Viel Euphorie.
Manches verloren.
Viel gelernt.


Credits:
Feature Image/Flyer: RMII Archiv
Cover: Name Vaughn
Text: RMII